Mit VDSL auf der Überholspur im Internet

Mit VDSL wurde die klassische DSL-Technik auf ein neues Level gehievt.

Die Abkürzung steht für „Very High Speed Digital Subscriber Line“ und sorgt, wie es der Name schon andeutet, für deutliche höhere Geschwindigkeiten beim Surfen als das ältere ADSL. Bei preis24.de erfahren Sie, was es mit der Technik auf sich hat und wie viel schneller VDSL wirklich ist.

Die Technik: VDSL im Vergleich zu herkömmlichem DSL

VDSL ist der Nachfolger von ADSL (allgemein nur als DSL bekannt).

Beide Anschlüsse basieren auf einer ähnlichen Technologie. Allerdings lassen sich mit VDSL deutlich höhere Bandbreiten realisieren, nämlich bis zu 100 Mbit/s im Down- und 40 Mbit/s im Upstream. Die Grenzen eines herkömmlichen, älteren DSL-Anschlusses – eben ADSL – liegen bei 16 Mbit/s bzw. 1 Mbit/s.

Der Einsatz von Glasfaserleitungen

Für die verbesserte Bandbreite gibt es im Wesentlichen zwei Ursachen: Einerseits kommt bei der VDSL-Infrastruktur bereits die Technik von Glasfaserleitungen zum Einsatz. Dabei werden die Daten über Lichtsignale übertragen und nicht durch elektrische Impulse wie bei den früheren Kupferkabeln. Somit kommen die Datenpakete bedeutend schneller an ihr Ziel. Allerdings wird bei VDSL die schnelle Glasfaser nicht bis ins Haus verlegt, sondern nur bis zum Verteilerkasten.

Vectoring

Die „letzte Meile“ wird wie bei ADSL mit verdrilltem Kupferdraht überbrückt. Andererseits spielt sogenanntes Vectoring eine große Rolle bei der Optimierung der Bandbreite. Dabei werden durch eine spezielle Kodierung der verschiedenen Kanäle die Störungen zwischen benachbarten Kupferleitungen minimiert. Diese beiden Faktoren ermöglichen die deutlich höheren Übertragungsgeschwindigkeiten.

VDSL-Anschluss für Web-Vielnutzer unverzichtbar

Vielen Internetnutzern reicht bereits ein üblicher DSL-Anschluss mit 16 Mbit/s im Downstream, da diese Bandbreite für das Surfen, Checken von E-Mails, Social Media und das gelegentliche Video auf YouTube völlig ausreicht.

Der „Heavy-User“ hingegen, der viele unterschiedliche Dienste im Entertainment-Bereich nutzt und neue Technologien begrüßt, wird auf schnelle Alternativen wie VDSL oder Kabel zurückgreifen. Denn mit dem schnellen Internet ist sichergestellt, dass beim Streaming von HD-Filmen und -Serien keine unnötigen Zwischenladezeiten (Buffering) oder Qualitätsverluste entstehen.

Beim Online-Gaming ist man mit der besseren Verbindung seinen Gegenspielern immer einen Schritt voraus, und die Leitungen der schnellsten VDSL-Anbieter lassen auch problemlos alles auf einmal zu. Zocker, Serienjunkies und alle, deren Entertainment im Internet zu Hause ist, kommen mit blitzschnellem VDSL-Anschluss also voll auf ihre Kosten.

Außerdem werden Sie beim nächsten Speedtest ins Staunen geraten, wenn Sie vorher langsamer im Netz unterwegs waren.

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VDSL-Check – die Verfügbarkeit prüfen

Der erste Schritt in Richtung eines schnelleren Internets besteht darin, die Verfügbarkeit von VDSL zu überprüfen. Da der Netzausbau hauptsächlich von der Deutschen Telekom abhängt und andere Anbieter kaum in alternative Netze investieren, gibt es in Deutschland Regionen, in denen VDSL noch nicht verfügbar ist.

Um zu prüfen, ob das schnelle Internet in der eigenen Region verfügbar ist, steuert man am besten direkt die Seiten der unterschiedlichen VDSL-Anbieter an, die entsprechende VDSL-Checks anbieten. Hier sollte man sich übrigens nicht auf einzelne Provider verlassen. Nur weil ein Internetanbieter in der Region keine Breitbandverbindungen offeriert, heißt das nicht automatisch, dass andere sie ebenfalls nicht im Portfolio haben.

Häufig können andere Anbieter VDSL-Zugänge auch an diesen Orten freischalten, weshalb es wichtig ist, bei der Verfügbarkeitsprüfung die volle Adresse einzutragen.

Die unterschiedlichen VDSL-Anbieter

Bis 2009 wurde der VDSL-Markt einzig und allein von der Deutschen Telekom bedient. Wer einen VDSL-Anschluss wollte, kam nicht um den Branchenriesen herum.

Erst ab 2009 gab die Telekom die Leitungen nach und nach auch für andere Anbieter frei. Die Wettbewerber 1&1, Vodafone, O2 sowie kleine regionale VDSL-Anbieter wie beispielsweise M-net in großen Teilen Bayerns, NetCologne in Köln und Umgebung oder Primacam in Berlin und Brandenburg kamen dann nach und nach hinzu.

Da die Pflege, Erweiterung und Instandhaltung des Telekommunikationsnetzes, insbesondere moderner Glasfaserkabel, eine teure Angelegenheit ist, wird der Großteil des Netzes von der Telekom betrieben und verwaltet. Wenige andere Provider haben eigene Netzerweiterungen, die allermeisten nutzen zu großen Teilen die Infrastruktur der Telekom. Einige VDSL-Anbieter nutzen sogar komplett die Struktur der Telekom und gelten als sogenannte Reseller, zum Beispiel 1&1.

Der clevere Internet- und VDSL-Vergleich bei preis24.de

Je nachdem, wo Sie wohnen, sollten Sie zunächst mit einem VDSL-Check und anderen Tools prüfen, welche Optionen Ihnen zur Verfügung stehen.

Anschließend hilft der DSL Preisvergleich und Angebotscheck von preis24.de Ihnen dabei, den besten Tarif mit dem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

Am Ende zählen für den Vergleich aber nicht nur Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Preis, sondern auch das Nutzungsverhalten. Daher sollte man sich immer die Frage stellen: Nutze ich eine so schnelle Leitung aus oder reicht ein „normaler“ DSL-Anschluss?

Oder ist es vielleicht sogar sinnvoll, gleich ganz auf Kabel umzusteigen, statt einen VDSL-Anschluss zu bestellen? Besonders in Regionen, in denen das VDSL-Netz nicht so gut ausgebaut ist, ist Kabel eine gute Alternative, und das zu ähnlichen Konditionen.